Styles

SALSA CUBANER

Salsa Cubana ist der „klassische“ Stil und der in Deutschland noch immer am weitesten verbreitete. Er benötigt wenig Platz und ist daher ideal geeignet für volle Tanzflächen. Die Bewegungen wirken sehr fließend, und das Spiel mit der Hüfte wird besonders hervorgehoben. Charakteristisch sind die offene Tanzhaltung, das Führen mit nur einer Hand und das kreisförmige Tanzen der Partner um einen gemeinsamen Mittelpunkt. Daher sagt man, dass der Cuban Style „im Kreis“ getanzt wird – im Gegensatz zu „auf der Linie“ bei New York Style, L.A. Style und Puerto Rican Style. Wickelfiguren und eine dominante Führung sind charakteristisch für das Tanzbild.

PUERTO RICAN STYLE

Der Puerto Rican Style ist in Deutschland noch nicht allzu verbreitet. Er ist dem New York Style Salsa, der sich aus ihm entwickelt hat, durchaus erkennbar ähnlich, da Grundschritt und Tanzfiguren einander entsprechen; er wird aber offener getanzt. Ausgefeilte Schrittkombinationen ermöglichen es, dass die Partner sich beinahe voneinander losgelöst präsentieren. Gerade aufgrund der Offenheit dieses Stiles braucht man für das Tanzen der Puerto Rican Style Figuren allerdings auch deutlich mehr Platz.

MAMBO STYLE

Eine Variante des New York Style präsentierte 1987 Eddie Torres, ein Tanzlehrer und Choreograph aus New York puerto-ricanischer Abstammung und selbsternannter Mambo King. Er verwies darauf, dass Salsa eigentlich vom Mambo abstamme und forderte daher, dass man den Grundschritt ähnlich wie im Mambo mit einem Ausfallschritt auf dem zweiten (und sechsten) Schlag beginnen sollte. Sein Tanzstil wurde dementsprechend auch Salsa Mambo Style genannt und fand insbesondere in den 90er-Jahren viel Beachtung. Eddie Torres selbst nannte seinen Stil dagegen Salsa Nightclub Style. Inzwischen wird der Salsa Nightclub Style weltweit von vielen Lehrern in der Tradition von Eddie Torries unterrichtet. Der Puerto Rican Style entspricht in Grundschritt und Tanzfiguren dem New York Style, er wird insgesamt aber offener getanzt. Die Partner präsentieren sich hier voreinander wirkungsvoll durch ausgefeilte Schrittkombinationen. Puerto-ricanische Tänzer tanzen weniger punktsymmetrisch und brauchen bei ihren Figuren oft mehr Platz.

N.Y. STYLE

Der New York Style als Symbiose aus puerto-ricanischem und kubanischem Tanz spiegelt alle tänzerischen Elemente der beiden Länder wider, insbesondere den städtisch-eleganten Urbano in Havanna. Er zeichnet sich durch seine Geradlinigkeit sowie die Verwendung von Schrittechniken und leichten Showfiguren aus (z. B. Fallfiguren). Ursprünglich wurde der New York Style auf 1 getanzt, er kann jedoch auch, insbesondere von professionellen Tänzern, auf 2 getanzt werden.

L.A. STYLE

Der Los Angeles Style wird häufig als L.A.-Style abgekürzt und wird immer auf 1 getanzt. Zu den Anfangszeiten des L.A.-Styles beinhaltete er viele choreographische Elemente und Showfiguren aus der klassischen Tanzschule, was ihn insbesondere bei Wettbewerben und Tanzturnieren beliebt gemacht hat. Inzwischen hat der L.A.-Style jedoch immer mehr Anhänger gefunden und sich in Richtung Gesellschaftstanz gewandelt. Von daher setzen sich heutzutage im Los Angeles Style zunehmend führbare Elemente gegenüber choreographischen durch.

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